Maria Furtwängler gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Fernsehschauspielerinnen. Besonders eng ist ihr Name mit der „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm verbunden, die sie seit 2002 verkörpert.
Ihr Lebenslauf ist ungewöhnlich: Furtwängler absolvierte zunächst ein Medizinstudium, promovierte und arbeitete als Ärztin. Neben ihrer Schauspielkarriere engagiert sie sich öffentlich für Geschlechtergerechtigkeit, den Schutz von Frauen und Mädchen sowie medizinische Hilfsprojekte.
Wer ist Maria Furtwängler?
Maria Furtwängler wurde am 13. September 1966 in München geboren. Im August 2026 ist sie 59 Jahre alt. An ihrem Geburtstag im September wird sie 60.
Sie ist die Tochter der Schauspielerin Kathrin Ackermann und des Architekten Bernhard Furtwängler. Dadurch kam sie früh mit Film und Fernsehen in Berührung. Bereits als Kind stand sie vor der Kamera.
| Information | Details |
|---|---|
| Name | Maria Furtwängler |
| Geburtsdatum | 13. September 1966 |
| Alter im August 2026 | 59 Jahre |
| Geburtsort | München |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Schauspielerin, Produzentin und promovierte Ärztin |
| Bekannt durch | Charlotte Lindholm im „Tatort“ |
| Mutter | Kathrin Ackermann |
| Ehemann | Hubert Burda, seit 2022 getrennt |
| Kinder | Zwei |
| Wohnort | München |
| Öffentliche Rolle | Schauspielerin und gesellschaftlich engagierte Stiftungsgründerin |
Das Wichtigste in Kürze
- Maria Furtwängler wuchs in einer kunst- und kulturverbundenen Familie auf.
- Vor ihrer hauptberuflichen Schauspielkarriere studierte und praktizierte sie Medizin.
- Seit 2002 spielt sie im NDR-„Tatort“ die Ermittlerin Charlotte Lindholm.
- Zu ihren bekannten Produktionen zählen „Die Flucht“, „Schicksalsjahre“ und „Bis zur Wahrheit“.
- Gemeinsam mit ihrer Tochter Elisabeth gründete sie 2016 die MaLisa Stiftung.
- Maria Furtwängler und der Verleger Hubert Burda gaben 2022 ihre Trennung bekannt.
Von der Medizin zur Schauspielerei
Maria Furtwänglers erster Auftritt vor einer Kamera liegt weit zurück. Als Siebenjährige wirkte sie in „Zum Abschied Chrysanthemen“ mit, bei dem ihr Onkel Florian Furtwängler Regie führte.
Eine größere Bekanntheit erreichte sie später durch die Fernsehserie „Die glückliche Familie“. Dort spielte sie von den 1980er- bis in die frühen 1990er-Jahre neben Maria Schell, Siegfried Rauch und ihrer Mutter Kathrin Ackermann.
Trotz dieser frühen Erfahrungen entschied sich Furtwängler zunächst für einen anderen beruflichen Weg. Sie studierte Humanmedizin im französischen Montpellier und promovierte später in München. Anschließend arbeitete sie zeitweise als Ärztin.
Erst danach verlagerte sie ihren beruflichen Schwerpunkt vollständig auf die Schauspielerei. Die Verbindung zur Medizin blieb jedoch durch ihr humanitäres Engagement erhalten.
Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm im „Tatort“
Der entscheidende Schritt zum bundesweit bekannten Fernsehgesicht folgte 2002. Seitdem spielt Maria Furtwängler die LKA-Ermittlerin Charlotte Lindholm im niedersächsischen „Tatort“.
Lindholm wurde als eigenständige, durchsetzungsfähige und zugleich widersprüchliche Figur angelegt. Ihre Fälle spielten zunächst an wechselnden Orten in Niedersachsen. Später ermittelte sie zeitweise gemeinsam mit der von Florence Kasumba dargestellten Anaïs Schmitz in Göttingen.
Die lange Verbindung zwischen Schauspielerin und Rolle ist innerhalb der Krimireihe bemerkenswert. Der NDR bestätigte auch für 2026 einen neuen Fall mit Furtwängler. „König in Gelb“ soll am 13. September 2026 ausgestrahlt werden.
Furtwängler erklärte wiederholt, dass sie an der Entwicklung ihrer Figur mitwirkt. Der „Tatort“ ist deshalb nicht nur ihre bekannteste Arbeit, sondern ein langfristiges künstlerisches Projekt.
Filme, Rollen und Auszeichnungen
Neben der Krimireihe spielte Maria Furtwängler in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen. Zu ihren wichtigen Rollen gehört Lena Gräfin von Mahlenberg im historischen Zweiteiler „Die Flucht“ aus dem Jahr 2007.
Es folgten Produktionen wie „Schicksalsjahre“, „Das Wetter in geschlossenen Räumen“, „100 Dinge“ und „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Eine Übersicht ihrer Arbeiten findet sich in ihrer offiziellen Vita.
2025 erhielt Furtwängler den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin für das Drama „Bis zur Wahrheit“. Darin verkörpert sie eine Chirurgin, die nach einer Vergewaltigung um einen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben kämpft.
Für ihre schauspielerischen Leistungen wurde sie im Laufe ihrer Karriere mehrfach ausgezeichnet. Hinzu kommen Ehrungen für ihr gesellschaftliches Engagement, darunter das Bundesverdienstkreuz und der Bayerische Verdienstorden.
Familie, Kinder und die Trennung von Hubert Burda
Maria Furtwängler heiratete 1991 den Verleger und Medienunternehmer Hubert Burda. Aus der Ehe stammen zwei Kinder, Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler.
Im August 2022 ließ das Paar über eine Sprecherin bestätigen, dass es bereits seit längerer Zeit getrennt lebte. Zugleich wurde erklärt, dass beide freundschaftlich und familiär verbunden bleiben wollten.
Über eine Scheidung oder eine neue feste Beziehung von Maria Furtwängler liegen keine verlässlich öffentlich bestätigten Angaben vor. Auch konkrete Schätzungen ihres persönlichen Vermögens lassen sich nicht seriös überprüfen.
Furtwängler lebt nach Angaben der Hilfsorganisation German Doctors in München. Genauere Informationen zu ihrem Zuhause gehören zu ihrem privaten Bereich und sind nicht notwendig, um ihre öffentliche Arbeit einzuordnen.
Engagement für Frauen und medizinische Hilfe
Ein wesentlicher Teil ihrer öffentlichen Arbeit findet außerhalb von Film und Fernsehen statt. Seit 1998 ist Maria Furtwängler Präsidentin des Kuratoriums von German Doctors. Sie besuchte medizinische Projekte unter anderem in Kenia, Indien und auf den Philippinen.
Gemeinsam mit ihrer Tochter Elisabeth rief sie zunächst das MaLisa Home ins Leben, das Mädchen auf den Philippinen Schutz und Unterstützung bieten sollte. 2016 gründeten Mutter und Tochter außerdem die MaLisa Stiftung.
Die Stiftung beschäftigt sich unter anderem mit Geschlechtergerechtigkeit und der Darstellung von Frauen und Männern in den Medien. Später kamen gesellschaftliche Vielfalt sowie Klima- und Artenschutz als weitere Arbeitsfelder hinzu.
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Fazit
Maria Furtwängler ist weit mehr als das Gesicht einer langjährigen „Tatort“-Reihe. Ihre Laufbahn verbindet Medizin, Schauspiel, Produktion und gesellschaftliches Engagement.
Während ihre beruflichen Stationen gut dokumentiert sind, hält sie Teile ihres Privatlebens bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Belastbar bekannt sind ihre Ehe und Trennung von Hubert Burda, ihre beiden Kinder und ihre Arbeit mit der MaLisa Stiftung. Angaben zu einer neuen Beziehung oder einem konkreten Vermögen sind dagegen nicht öffentlich bestätigt.